Zeitreise – “God save the QUEEN – The Show goes on” im Konzertsaal der UdK

Freddy Mercury starb vor beinahe 25 Jahren und hinterließ eine Unmenge Hits, die er mit seiner Band QUEEN seit 1970 geschrieben hatte. Im Konzertsaal der Universität der Künste konnte sich das Publikum mit der Tribute-Band “God save the QUEEN” auf eine Zeitreise begeben. Ein Abend voller Rock’n’Roll der begeistert.

Konzertaufnahme, Q-Revival-Band, 20.02.2010, Illingen, Illipse

Foto: PD-Concerts

Die Songs von QUEEN sind gesanglich stets eine Herausforderung. Mercurys Stimme hatte in den Höhen einen enormen Tonumfang. Harry Rose, der den Entertainer in allen Facetten verkörpert – angefangen von den siebziger Jahre Klamotten bis hin zur Pose vorm Schlagzeug – macht seine Sache gut. Zwar merkt man hin und wieder besonders gegen Ende der Show, dass er doch ein wenig mit den höchsten Passagen zu kämpfen hat, doch da diese Momente hervorragend überspielt werden, indem entweder das Publikum singen darf oder Rose die entsprechende Stelle nonchalant nach unten tranponiert, fallen sie kaum auf.

Während neunzig Prozent der Show hat man das Gefühl, keine Cover-Band sondern das Original vor sich zu haben. Neben Drummer Piid Plötzer, Bassist Christoph Stowasser und Keyboarder Sebasian Simmich ist es insbesondere Gitarrist Stefan Pfeiffer der die legendäre Band wieder auferstehen lässt. Seine Soli sind ebenso virtuos und energiegeladen wie die von QUEEN Gitarrist Bryan May und sorgen für mehr als einen Zwischenapplaus.

Der Konzertsaal der UdK ist fest bestuhlt. Das Konzert in dieser Halle stattfinden zu lassen ist als die wohl einzige und größte Fehlentscheidung des Abends zu bezeichnen. Bereits während des ersten Showteils hält es einige der Zuschauer nicht auf den Stühlen, wird am Rand in den schmalen Gängen getanzt und mitgewippt. Roses Aufforderung, aufzustehen, kommt der gesamte Saal dann auch immer wieder freiwillig nach. Das echte Konzertfeeling kann jedoch schwer aufkommen, wenn sich das Publikum zwischen Stuhlreihen eingepfercht findet.

“God save the QUEEN – The Show goes on” schafft es trotzdem, auch noch die letzte Couchpotato zum Mitmachen zu überreden. Bei “Crazy little thing called love” springen überall spontan Zuschauer auf und klatschen und singen begeistert mit. Bei “Radio Gaga” sind im ganzen Saal nach oben gereckte Arme zu sehen. Die Energie der Band springt über, reißt mit und macht Spaß. Doch auch die leisen Töne beherrschen die fünf Herren aus Düsseldorf. Bei “Who wants to live forever” und “Too much love will kill you” wird dies besonders deutlich.

Alles in allem bietet “God save the QUEEN – The Show goes on” eine grandiose, originalgetreue Reise durch das QUEEN Repertoire mit jeder Menge Mitsing-Potential.

Text: Julia Weber

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